Bauen mit der IBG - Tipps


Tipps zu Beton
(von mir Gesammeltes und Angelesenes ohne Gewähr: Verbesserungstipps sind erwünscht)


Allgemeine Hinweise
Man sollte reichlich Fotos von allem anfertigen: Nahaufnahmen mit aufgelegtem Zollstock, Überblicksfotos.

Aufgaben des Bauleiters
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Bei diesen Arbeiten wichtige DIN-Normen
Betonieren: DIN 1045


    Arbeitsschritte und Kontrollen

  1. Schalung

    Hat die Schalung falsche Maße, so weist das Betonwerk nachher ebenfalls falsche Dimensionen auf. Zu früh ausgeschalter Beton oder zu früh begangener Beton weist Verformungen auf, zu früh stark belasteter Beton reisst.
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  3. Bewehrung

    Beton ist druckfest, reisst aber unter Zugspannung. Die Bewehrungseisen haben die Aufgabe, dies zu verhindern. Ein typisches Problem ist, dass die Bewehrungseisen nicht an den lt. Statik geplanten Stellen. Daher muss die Bewehrung vor dem Betonieren vom Bauleiter oder Statiker abgenommen werden. Er sollte am besten auch beim Gießen des Betons anwesend sein.
    Mehr hierzu findet sich bei den Tipps zur Sohle / Gründung / Bodenplatte.

    Bei zu geringer Betonüberdeckung zeichnen sich die Baustahlmatten nach dem Aushärten des Betons ab oder treten sogar sichtbar hervor. Rostet irgendwann die Bewehrung, so vergrößert sich ihr Volumen und der Beton wird abgesprengt. Eine Sanierung ist beispielsweise durch Auftrag von Spritzbeton möglich.
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  5. Ringanker

    Die Mauerkrone umläuft bei Decken ein Ringanker, der für den Zusammenhalt der Wände sorgt. Ansonsten würden diese wie die Blütenblätter einer Tulpe auseinanderbrechen.
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  7. Problemfeld Betongüte

    Es kommt vor, dass der Beton nicht die vereinbarte Endfestigkeit erreicht (Vergleich mit der Statik).

    Die Festigkeit des Beton nach 28 Tagen Härtungszeit ergibt sich aus der Ziffernfolge am Ende der Betonbezeichnung: ein B 25 sollte z. B. eine Druckfestigkeit von 25 N/mm2 aufweisen. Ist der Beton älter, so ist die Druckfestigkeit höher; die Endfestigkeit wird erst nach über einem Jahr erreicht.
    Zur Ermittlung der Betongüte sollte man Probewürfel anfertigen lassen, um spätere Qualitätschecks zu erleichtern. Dazu werden von jeder Betonfuhre ein bis drei 10 x 10 cm grossee Klötzchen gegossen; als Formen eignen sich einfache Holzkästchen ganz gut. Der häufigste Fehler ist übrigens, dass man falschen Beton bekommt - vor allem, wenn man WU-Beton möchte. WU-Beton ist empfehlenswert, da er kapillar aufsteigende Feuchtigkeit besser unterbindet als B25; dabei kostet er nur ca. 2,50 Euro mehr je cbm. Man kann sich die Lieferscheine vom Fahrer zeigen bzw. vom Bauleiter kopieren lassen.
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  9. Nachbehandlung, Risse und andere unschöne Erscheinungen

    Da der Beton eine Nachbehandlung benötigt ist es nicht vertretbar, wenn der Unternehmer Freitags betoniert und sich dann zum Wochenende hin verkrümelt (Mängelanzeige wegen fehlender Nachbehandlung nach DIN 1045).

    Ein Grund für Risse kann ein schlecht oder ungleichmäßig verdichteter Baugrund sein, ein zu lange im Mischer gelagerter Beton oder Fehler beim Einbringen der Bewehrung (siehe oben).

    An heißen Sommertagen kann es nötig sein, die Bewehrung vor dem Betonieren mit Wasser abzukühlen und den Untergrund anzufeuchten. Empfehlenswert ist es außerdem, morgens (6 Uhr) zu betonieren. Ansonsten kann es relativ schnell (2 Std.) zu Rissen kommen, die das Bewehrungsmuster der oberen Bewehrung abzeichnen.

    Auch zu flüssiger und nicht ausreichend verdichteter Beton wird rissig oder bildet das Muster der Bewehrung ab. Ein Absetzen des Betons infolge zu schneller und zu kurzer Verdichtung mit anschliessender Wasserzugabe kann zu Rissen über der obenliegenden Bewehrung führen. Der Verlauf der Risse hängt von der Verteilung der oberen Bewehrung ab. Der Verbund zwischen Bewehrung und Beton ist gestört.

    Aber auch nicht richtig nachbehandelter Beton ist kritisch: nach dem Giessen muss der Beton unbedingt feucht gehalten werden. Schwindspannungen entwickeln sich allmählich beim Erhärten, die Betonfestigkeit entwickelt sich auch allmählich. Wenn die Spannungen zu gross werden, bevor ausreichende Festigkeit erreicht ist, enstehen Risse. Der kritische Zeitpunkt (Spannungen etwa so gross wie die Festigkeit, noch etwas mehr, dann machts Knack) lässt sich optimal durch 3-5 cm hohes Fluten bis in eine Zeitschiene verschieben, bei der die Spannungen abklingen (die Festigkeit wächst dabei immer weiter, Risse werden immer unwahrscheinlicher). Das bedeutet jetzt aber auf keinen Fall, dass man in eine geflutete Fläche munter hineinbetonieren darf (gefährdet u. U. die Statik)!
    Ahnlich, wenn auch nicht ganz so gut, funktioniert es mit Folie. Manchmal kommt man um die Folie aber nicht herum (Bauzeitenplan, Takte usw.). Dann können Massnahmen wie HOZ, B25 mit reduziertem Zementanteil und begrenzter Endfestigkeit und weitere Tricksereien mehr Sicherheit bringen. Die Folie muß natürlich gegen Wegfliegen gesichert werden und luftdicht aufliegen. Bis zum Begehen wird dabei die Platte feucht gehalten. Legt man die Folie zu früh auf, kann es passieren, dass Fußabdrücke o. ä. auf der Oberfläche entstehen. Eine andere Variante, besteht darin, die Folie erst aufzulegen, wenn der Beton begehbar ist. Dann kommt Wasser auf die Folie, um den Beton langsam zu kühlen, später auch unter die Folie. Dann wässert man bis abends, evtl. auch noch man nächsten Tag, während die Folie drauf bleibt. Insgesamt kann diese Form der Nachbehandlung bis zu drei Tage dauern.
    Achtung! Gelegentliches Abspritzen des blanken Betons mit dem Schlauch kann bei warmem Wetter sogar zu noch stärkerer Rissbildung führen (lokale Temperaturdifferenzen, thermischer Schock bei "Spitzbewässerungsabkühlung")!

    Einzelne kleine Risse (Schwindrisse bis 0,3 mm) im Beton der Sohle sind normal. Breitere Risse (ab 0,4 mm) in einer Bodenplatte gefährden den Korrosionsschutz der Stahlbewehrung. Für wasserundurchlässige Bauteile sind noch höhere Anforderungen gestellt. Die Rissbreite kann mit Hilfe eines Rissbreitenmessers (sieht aus wie ein kleines Lineal) überwacht werden.

    Schwindrisse können ausgeschlämmt, verharzt oder mit Quellbeton ausgegossen werden, verschwinden manchmal sogar von selbst. Haarrisse in WU-Beton heilen z. B. wenn Wasser in geringem Maße eintritt durch Verkieselung. Bei Zweifeln sollte man den Statiker/Gutachter die Bodenplatte prüfen lassen.

    Auszug der DIN 1045-3:2001-07 (Quelle: www.bau.de)
    8.1 Nachbehandlung und Schutz
    8.7.1 Allgemeines
    Während der ersten Tage der Hydratation ist der Beton, falls nachfolgend nichts anderes festgelegt ist, nachzubehandeln und gegebenenfalls zu schützen, um
    - das Frühschwinden gering zu halten;
    - eine ausreichende Festigkeit und Dauerhaftigkeit der Betonrandzone sicherzustellen;
    - das Gefrieren zu verhindern;
    - schädliche Erschütterungen, Stoß oder Beschädigung zu vermeiden.

    8.1.2 Nachbehandlungsverfahren
    (1) Die Nachbehandlungsverfahren müssen sicherstellen, dass ein übermäßiges Verdunsten von Wasser über die Betonoberfläche verhindert wird.
    (2) Eine ausreichende Nachbehandlung ist ohne Anwendung der in 8.7.2, Absatz (3), genannten Maßnahmen gegeben, wenn infolge natürlicher Bedingungen während der ersten Tage der Hydratation die Verdunstung über die Betonoberfläche nur gering ist (z. B. bei feuchtem, regnerischem oder nebligem Wetter). Dies ist der Fall, wenn die relative Luftfeuchte 85 % nicht unterschreitet.
    (3) Folgende Verfahren sind sowohl allein als auch in Kombination für die Nachbehandlung geeignet:
    - Belassen in der Schalung;
    - Abdecken der Betonoberfläche mit dampfdichten Folien, die an den Kanten und Stößen gegen Durchzug gesichert sind;
    - Auflegen von wasserspeichernden Abdeckungen unter ständigem Feuchthalten bei gleichzeitigem Verdunstungsschutz;
    - Aufrechterhalten eines sichtbaren Wasserfilms auf der Betonoberfläche (z.B. durch Besprühen, Fluten);
    - Anwendung von Nachbehandlungsmitteln mit nachgewiesener Eignung.
    (4) Andere Nachbehandlungsverfahren können angewendet werden, wenn sie die Anforderungen von 8.7.2, Absatz (1), erfüllen.

    8.7.3 Beginn der Nachbehandlung
    Nach Abschluss des Verdichtens oder der Oberflächenbearbeitung des Betons ist die Oberfläche unmittelbar nachzubehandeln.

    8.7.4 Nachbehandlungsdauer
    (1) Die Nachbehandlungsdauer hängt von der Entwicklung der Betoneigenschaften in der Randzone ab.
    (2) Bei Umweltbedingungen, die den Expositionsklassen nach DIN 1045-2 außer XO, XCI und XM entsprechen, muss der Beton so lange nachbehandelt werden, bis die Festigkeit des oberflächennahen Betons 50% der charakteristischen Festigkeit des verwendeten Betons erreicht hat. Diese Anforderung ist in Tabelle 2 in eine entsprechende Mindestdauer der Nachbehandlung umgesetzt. Ein genauer Nachweis ist möglich.
    (3) Bei Umweltbedingungen, die den Expositionsklassen XO und XCi nach DIN 1045-2:2001-07 entsprechen (z. B. Bauteile ohne Bewehrung, Innenbauteile), muss der Beton mindestens einen halben Tag nachbehandelt werden. Bei mehr als 5h Verarbeitbarkeitszeit ist die Nachbehandlungsdauer angemessen zu verlängern. Bei Temperaturen der Betonoberfläche unter 5 °C ist die Nachbehandlungsdauer um die Zeit zu verlängern, während deren die Temperatur unter 5°C lag.
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  11. Betonrezept für Eigenleistungen im Garten

    Ein guter Wasser-Zementwert liegt bei 0,5. Diesen erhält man, wenn man auf 10 l Wasser 20 kg Zement gibt. So erhält man einen Beton mit einer hohen Druckfestigkeit. Dazu kommen natürlich noch um die 100 kg Zuschläge (Sand, Kies)!

    In einem 150l-Betonmischer mischt man z. B. ca. 3 min lang 40 kg Zement, 15.5 l Wasser und 220 kg Zuschläge.
      Die 08/15 Mischung für Beton für den Hausgebrauch ist 3 : 1 : 0.5
    • 3 Teile Zuschlag (Kies/Split)
    • 1 Teil Zement
    • 0.5 Teile Wasser (bloß nicht zuviel Wasser nehmen, da der Beton sonst beim Abbinden reißt - die Mischung sollte "erdfeucht" sein und nicht fließfähig)
    • Zum Verdichten wird der Beton nachher gut fest gestampft.
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  13. Weiterführende Links

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