(von mir Gesammeltes und Angelesenes ohne Gewähr: Verbesserungstipps sind erwünscht)
Allgemeine Hinweise
Standardmäßig muss ein IBG-Bauherr die Spachtel- und Malerarbeiten in Eigenleistung erbringen.
Aufgaben des Bauleiters
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Bei diesen Arbeiten wichtige DIN-Normen
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Fugen und Risse
Ein IBG-Bauherr darf standardmäßig die Verspachtelung des Trockenbaus in Eigenleistung vollbringen. Auch die Fugen der Filigrandecke muss er selbst verschliessen.
Die Gipskartonbeplankung im OG unterliegt den Bewegungen des Dachstuhls. Tapeten überbrücken die dabei entstehenden kleinen Risse.Vorarbeiten
Der Untergrund muss wirklich eben, sauber, öl- und fettfrei und fest sein, bevor der Maler mit seiner Leistung beginnt. Werden die Malerarbeiten in Eigenleistung erbracht, ist es anzuraten, vor Beginn der Arbeiten eine Abnahme der Oberflächen bzw. Untergründe durchzuführen.
Danach wird grundiert:- Tiefengrund oder Putzhärter auf sandenden Untergründe (Putz) streichen (nicht aufspritzen!), damit später die Tapetenbahnen optimalen Halt haben.
- Tapetenwechselgrund auf Gipskartonplatten, die Tapete später abzulösen ist, ohne den ganzen Pappendeckel vom Gipskarton zu ziehen.
Tapeten anbringen
Blanker Kalkzementputz ist zum tapezieren nicht sonderlich geeignet, insbesondere wenn mit einfachem Kleister gearbeitet wird. Für Raufaser sollte es mindestens Spezialkleister sein und auf schwierigen Untergründen wie Kalkzementputz sollte mit Dispersionskleber als Zusatz nicht gespart werden.
Die Stöße der einzelnen Bahnen müssen sauber auf Stoß gesetzt werden. Gemäß DIN dürfen Tapeten allerdings nicht in Laufrichtung gestoßen werden - eine Tapetenbahn sollte immer von der Decke bis zum Boden in einem Stück durchtapeziert werden.Anstreichen
Als Anstrichmittel im Innenbereich eignen sich- (Kunststoff-)Dispersionsfarben,
die wisch- wasch- und scheuerbeständig sein sollen und deren Atmungsfähigkeit von der Schichtdicke abhängt. Als Bindemittel wird ein Kunstharz verwendet. Sie zeichnen sich durch eine hohe Deckkraft aus und werden überwiegend im Wohnbereich an Wand und Decke eingesetzt, denn wenn dort ein Gipsputz vorhanden ist, hat man kaum eine andere Wahl. - Silikat- und Silikonharzfarben,
die keine organischen Bestandteile enthalten und extrem atmungsfähig sind. Sie werden durch das natürliche Kaliwasserglas gebunden und erfüllen hohe Anforderungen an Gesundheitsschutz und Verträglichkeit. Daher sind sie besonders geeignet für sensible Bereiche wie Kinderzimmer oder Wohnungen von allergisch anfälligen Menschen. Silikatfarben dürfen aber nicht auf gipshaltigen Untergründen verwendet werden. Da die Farbe nach dem Auskieseln sehr spröde ist, bekommt sie leicht Risse, insbesondere bei nicht sorgfältig vorbereitetem Untergrund (Löcher im Untergrund müssen gekittet und mit Gewebe überspannt sein). Bei der Verarbeitung müssen die Augen geschützt werden, da die Farbe stark alkalisch ist. - Dispersions-Silikatfarben,
für Strukturbeschichtungen. Silikatdispersion ist wegen des Dispersionsanteils nicht ganz so empfindlich bzgl. des Untergrundes, dürfen auf gipshaltigen Untergründen aber trotzdem nur mit einer besonderen Grundbeschichtung verwendet werden. - Kalkfarben
sind frei von Lösemitteln aber nicht wischfest (solange sie nicht richtig abbinden konnte); vor allem für rohe Kalkzementputze geeignet (auf anderen Untergründen keine Haftung oder Reaktion mit Gips). Nachteilig ist, dass regelmäßiges Nachstreichen im Außenbereich nötig ist, vorteilhaft ist dabei, dass Haarrisse im Putz dabei direkt mit der Bürste zuzuschmieren sind. - Kaseinfarben
sind reine, wischfeste Naturfarben auf Quarkbasis. - Latexfarben
sind sehr gut geeignet für abwaschbare Wände in Küche, Hausarbeitsraum oder Bad oder für mechanisch beanspruchte Flächen wie Treppenhäuser. Latexfarben gibt es in verschiedenen Glanzgraden, von matt über matt glänzend und seidenmatt bis hin zu glänzend. - Leimfarben
lassen sich nicht überstreichen.
Welche Farbe für welchen Untergrund geeignet ist, gibt folgende Tabelle wieder:
Leimf. Dispersionsf. Silikatf. Kaseinf. Kalkf. Naturharz-
dispersionsf.Alkydharzl. Acrylharzl. Reaktionsl. Mauerwerk x x x x x x x x x Porenbeton - - x - - - - - - Beton x x x x x x - x x Zementputz x - x x x x - x x Mörtelputz x x x x x x - - - Gipsputz x x - x - x x x - Gipskarton u. ä. x x - x - x x x - Nadelholz innen - - x - - x x x x Holz außen - - - - - x x x x Fachwerk - - - - - x x x - Sperrholz, Span-
holz, Holzfaser- - - - - x - x - Faserzement - x - - - x - - - Rauhfasertapete x x - x- x- x - - -
Durch das Beimischen von Quarzsand zu Silikatfarben läßt sich eine "putzähnliche" Struktur erreichen (und man kann auf die Tapete verzichten).- (Kunststoff-)Dispersionsfarben,