Bauen mit der IBG - Tipps


Tipps zum Elektroantrieb Rolladen (Rohrmotoren)
(von mir Gesammeltes und Angelesenes und Ausprobiertes ohne Gewähr: Verbesserungstipps sind erwünscht)


Allgemeine Hinweise
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Aufgaben des Bauleiters
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Bei diesen Arbeiten wichtige DIN-Normen
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    Vorbereitung und Einbau unserer Rohrmotoren

  1. Vertragliche Gegebenheiten

    • Rolladen im gesamten Haus
    • Elektroinstallation in Eigenleistung
    • Gurtwickler nicht auf Fensterrahmen schrauben lassen
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  3. Elektrovorbereitung in der Rohbauphase

    • zwei Einputzdosen: eine soll den Schalter aufnehmen, die andere (auf Rolladenhöhe) dient zum Verklemmen
    • zwischen den Dosen 5-adriges NYM gelegt
    • Stromversorgung des Schalters über 3-adriges NYM - abzweigend von einer Steckdose - vorbereitet
    • alles mit Putzdeckeln verschlossen

    Alternativ könnte man auch ein Leerrohr zwischen den beiden Dosen legen, so dass später der Rohrmotor bei ausreichender Kabellänge direkt am Schalter betrieben werden kann.
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  5. Elektroinstallation vor Bauabnahme

    • Rolladenschalter eingebaut
    • Kabelenden in der oberen Dose mit Lüsterklemmen abgesichert
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  7. Elektroinstallation nach dem Tapezieren

    • Schalterabdeckung angebracht

    Die Rolladen lassen sich zwar bedienen, aber es ist unkomfortabel, wenn die Gurtwickler gar nicht befestigt sind. Bei der Bauabnahme sollte man unbedingt alle Rolladen ausprobieren, denn u. U. haken die Lamellen in der Führungsschiene!
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  9. Einbau der Rohrmotoren irgendwann nach Belieben

    Material:
    Spachtel oder Stechbeitel, Rohrmotor, Blumendraht, Acryl, Schraubenzieher, Bohrmaschine mit sehr langem Steinbohrer, Multimeter, Styroporreste und Taschenmesser zu deren Bearbeitung, wasserfestes Sperrholz (10 mm dick, 10 x 10 cm), 4 Schrauben zur Befestigung des Sperrholzbrettchens und 4 zur Befestigung des Motorlagers, Seitenschneider und 4 Aderendhülsen, Klemmdeckel

    Revisionsklappe an der Unterseite der Rolladenkästen öffnen
    Ein stabiler Spachtel oder Stechbeitel wird vorne in den schmalen Spalt zwischen Klappe und Kastenrand etwa 1-1,5 cm tief eingesteckt und dann wird kräftig gehebelt, so dass sich die Klappe öffnet. Mit dem Spachtel fährt man entlang des Ritzes weiter, bis die ganze Klappe an der Front geöffnet ist.
    Die Rolladen werden bei Gelegenheit herabgelassen.
    Styropor-Dämmung vorsichtig entfernen, Stahlfedern aushängen
    Die Styroporblöcke werden am Ende wieder eingesetzt und sollten daher unbeschädgt bleiben. Die Stahlfedern werden ausgehängt, indem man den vorderen Teil (wellennah, schmal) um 45 Grad dreht, so dass er sich aus dem Loch in der Welle herausbugsieren lassen.
    Welle ausbauen
    Links und rechts an der Welle die kleine Schraube entfernen. Dann die Stahlwelle auf den Kunststoffkappen verschieben - und zwar weg von der Gurtwicklerseite. Dabei rutscht die Welle über die (schwarze) Kunststoffkappe und verkürzt sich, so dass sie ausgehängt werden kann.
    Gurtrolle ausbauen
    Die andere Kunststoffkappe ist durch die Rolle, auf der der Gurt aufgewickelt wurde, durchgesteckt und passt nicht durch die Revisionsöffnung. Man muss sich das Gebilde in Position legen, so dass man die Kunststoffkappe aus der Rollenöffnung herausdrücken kann (mit reichlich Kraft). Dann lassen sich die Einzelteile herausholen.
    Kugellager ausbauen
    Das Kugellager, in dem die Stahlwelle gelagert war, wird auf der "Schalterseite" nicht mehr benötigt und muss entfernt werden, da es zu weit heraussteht. Wir konnten es einfach mit einem magnetischen Schraubenziher herausnehmen.
    Motorlager montieren
    Das Motorlager haben wir auf 10 x 10 cm grosse Brettchen aus wasserfestem Sperrholz moniert, die anschließend im Kasten festgeschraubt wurden. Dabei ist darauf zu achten, dass die später wieder einzusetzende Welle samt Motor genau waagerecht hängen muss! Wir haben das Motorlager vertikal montiert, besser wäre aber eine schräge Befestigung, da sich dann der Sicherungssplint gegen Einbauende leichter einsetzen lässt.
    Kabellöcher vorbereiten
    Mit langem Bohrer vom Rolladenkasten aus wird möglichst zielgenau in Richtung der Klemmdose durch das Mauerwerk gebohrt. Mittels Blumendraht, der durch das Loch gefädelt wird, lässt sich später das Motorkabel leicht einziehen.
    Motor in Welle einsetzen
    Entsprechend den Herstellerangaben wird der Rohrmotor vorbereitet und dann gewaltfrei in die Welle geschoben.
    Welle samt Motor einhängen
    Die Stahlwelle wird zuerst motorseitig eingehängt. Dabei muss man darauf achten, dass die Justierschrauben (im Bild bei unserem Motor rot gefärbt) zugänglich bleiben. Durch Verschieben der Kunststoffkappe am anderen Ende wird die Länge der Welle so bemessen, dass sie gut passt. Mittels Splint wird der Motor gesichert und per Schrauben die Kunststoffkappe an der Welle (bloss nicht auf der Motorseite Schrauben verwenden!). Das Kabel wird am Blumendraht befestigt und durchgezogen zur Klemmdose.
    Anschließen und einstellen
    In der Klemmdose haben wir erst mal provisorisch den Motor elektrifiziert (die Dose enthält auch noch ein zweites Kabel für den Rohrmotor des Nachbarfensters, ist deshalb etwas unübersichtlich). Erde (gelb-grün) kann man problemlos anschließen. Mittels Multimeter stellt man dann fest, welche Ader Spannung liefert, sobald man den Taster betätigt. Übrig bleibt ein Kabel, das als Null-Leiter fungiert und bei uns eines, das dauernd unter Spannung steht (und nicht benötigt wird). Während der Verklemmens der Kabel in der richtigen Kombination haben wir natürlich die Sicherung ausgestellt.
    Anschließend werden die Stahlfedern des Rolladens wieder in die Welle eingehängt und der Motor entsprechend den Herstellerangaben justiert.
    Restarbeiten
    Mit Acryl haben wir das Kabelloch vom Rolladenkasten zur Klemmdose ausgespritzt und dann die Styropor-Dämmung wieder eingesetzt. Wir haben außerdem aus Verpackungsmaterial kleine Passstücke gefertigt und in die Aussparungen, in denen früher der Gurt lief, eingesetzt. Dann wurde die Revisionsklappe wieder angebracht.
    Und bei Gelegenheit werden wir die Kabel ablängen und ordentlich in der Dose verklemmen. Da man dafür aber Aderendhülsen benötigt und wir gerade keine hatten, muss es halt ein paar Tage provisorisch funktionieren. zum Schluss wird dann noch ein (mit Tapete verzierter) Klemmdeckel die Klemmdose verschließen.

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